UNSERE ERSTEN 4 WOCHEN MIT BABY

„Ich war vorige Woche schon einmal mit meinem Sohn hier. Wir hatten seine Chipkarte noch nicht, daher möchte ich sie heute nachreichen.“ – So stand ich vor einer Woche in einer Bereitschaftspraxis und habe realisiert, was ich bis zu diesem Zeitpunkt nicht ausgesprochen hatte: Ich habe einen Sohn. 

Familienzuwachs

Luca Andreas: Seinen Namen aussuchen war eine der größten Herausforderungen vor der Geburt. Ich wollte gerne einen kleinen Emil, Luis oder Oskar. Enrico viel lieber einen Elias oder eben Luca. Doch je öfter ich „Luca“ aussprach, umso besser gefiel mir der Name für unser Sommerbaby. Der Beiname Andreas rührt übrigens daher, dass unsere beiden Väter Andreas heißen und auch Enrico diesen Beinamen trägt.

Am 15.08. (Drei Tage vor dem errechneten Geburtstermin) kam Luca um 17:30 Uhr zur Welt. Ich hatte zu diesem Zeitpunkt nicht nur 17,5 Stunden Wehen, sondern auch drei Schichtwechsel im Krankenhaus hinter mir. In meinem Rücken steckte noch förmlich die PDA. Der Geburtsschmerz und einige Komplikationen steckten mir ebenso in den Knochen. Umso schöner war es, als ich Luca schließlich geboren hatte. Unseren 53cm großen und 3400g schweren Baby Jungen, auf den wir uns 40 Schwangerschaftswochen gefreut hatten! Nach einem turbulenten Krankenhaus Aufenthalt, nahmen wir Luca mit nachhause. Übrigens gegen ärztlichen Rat aber dieses Thema möchte ich hier lieber nicht ausweiten. Ich möchte nur sagen: Nach einigen Kontrolluntersuchungen in den vergangenen Tagen und Wochen, konnte der Verdacht auf eine Herz Erkrankung zu unserer großen Erleichterung nicht bestätigt werden.

Als wir zuhause ankamen, begrüßte unsere Letti den Familienzuwachs sehr aufgeregt und herzlich. Die letzten Wochen haben jedoch gezeigt, dass sie wohl noch viel Zeit brauchen wird, um den Platz als zweite Geige vollständig zu akzeptieren. Und wir? Wir bestellten uns erstmal eine Pizza auf den neuen Familienzuwachs und ließen den ersten gemeinsamen Abend ruhig ausklingen.

Träumen & Realität – Stillen & Fläschchen geben

Glücklicherweise hatte Enrico einige Tage frei, sodass wir gemeinsame Zeit genießen konnten. Anfangs schlief Luca recht viel, trank langsam und wenig an der Brust und war insgesamt leicht zufrieden zu stellen. Dies änderte sich jedoch von Tag zu Tag (meine Augenringe wurden immer größer). So verbrachte ich zum Beispiel 12 Stunden täglich damit, mein Kind zu stillen. Manchmal waren es auch 13 oder 14 Stunden. Luca schlief trotz Brustwechsel häufig beim Stillen ein. Gelegentlich dauerte es ihm auch zu lange (oder es war zu anstrengend?) und er schrie, schrie und schrie. Dabei zog er natürlich viel Luft und bekam prompt Bauchweh. Inzwischen ist er Flaschenkind. Das was ich nie wollte (…). Von meiner Vorstellung als glücklich stillende Mutter auf Couch, auf der Parkbank oder im Café, hatte ich mich aber ohne hin schon verabschiedet. Luca bekommt nun abgepumpte Muttermilch und Pre Nahrung – für uns beide wohl ein guter Kompromiss. Wobei ich leider sagen muss, dass meine Muttermilch weniger wird. So werden wir wohl bald vollständig auf Milchpulver umsteigen.

Behördengänge

Was kann man sich schöneres vorstellen, als nur eine Woche nach Geburt auf dem Standesamt zu erscheinen? Oder der Krankenkasse schnellstmöglich die Geburtsurkunde des Kindes vorzulegen – immerhin ist ohne Schluss mit dem Mutterschaftsgeld. Aber auch stapelweise Dokumente auszudrucken, war so schön … Ironie aus! Es gab eine Menge Papierkram, den wir nach der Geburt für und mit Luca erledigen mussten. Wobei wir uns bestmöglich vorbereitet hatten. Die Sorge Erklärung, Namens – und Vaterschaftsanerkennung gaben wir beispielsweise schon vor der Geburt ab. Anträge zum Eltern – und Kindergeld füllte ich soweit es möglich war schon vor der Geburt aus. Viele Dokumente adressierte ich auch schon vorab. Dennoch gab es mehr zu erledigen, z.B. die Anmeldung zur Familienversicherung oder den Papierkram für den Arbeitgeber und alles eben immer schnell, schneller und am schnellsten. Mittlerweile liegt der Papierkram jedoch erst einmal hinter uns.

Begeisterung

Ich glaube, ich liebe Luca jeden Tag mehr. Es ist einfach wunderbar, ihn im Arm zu halten oder ihn lachen zu sehen (auch wenn dies noch reflexartig geschieht). Außerdem kann ich ihm förmlich dabei zu sehen, wie er heranwächst. Wie er größer wird, lernt bewusster zu greifen und versucht seine Kuscheltücher festzuhalten. Seit einigen Tagen hört es sich auch an, als ob er versucht zu brabbeln. Doch das wohl aller schönste Gefühl auf der Welt ist es, ihn mit Enrico zu sehen. Dem sieht er übrigens auch wie aus dem Gesicht geschnitten aus (er hat seine unverschämt langen Wimpern). Doch nicht nur Luca und Enrico sehen unheimlich süß miteinander aus. Auch Oma und Opa sind stolz auf den Enkel und das sieht man bei jedem Zusammentreffen.

 

Zusammen sein

Trotz der schlaflosen Nächte (3 Monats Koliken lassen grüßen) sind wir glücklich mit Luca. Wir sind glücklich, nun eine Familien gegründet zu haben und zu lernen, eine Familie zu sein. Mit Luca sehen wir uns mit neuen Augen und zurzeit gibt es nichts schöneres und wichtigeres für uns, als dieses Gefühl zu vertiefen und beisamen zu sein!

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