Unser Reisetagebuch – Urlaub in Swinemünde.

Nach unserem Kurztrip nach Meerane freuten mein Freund und ich uns auf einen herrlichen Strand und sonnenverwöhnte Stunden in Swinemünde. Als größte Stadt der Insel Usedom hat Swinemünde einiges zu bieten und lädt durch Wälder, Seen und Sehenswürdigkeiten zum Erholen ein. 

Die Autofahrt von Meerane nach Swinemünde (übrigens die polnische Seite) gestaltete sich als wahrer Kraftakt. Wir standen mehrmals im Stau und aus einer eigentlichen Fahrt von zirka 5 Stunden, wurden schnell 7. Etwas abgekämpft erreichten wir am späten Nachmittag unser Hotel Albatros.

Albatros & der erste Urlaubstag.

Hotel Albatros.

Hotel Albatros.

Nur 50 m von der Promenade und 100 m von der Ostsee entfernt liegt das Hotel Albatros. Unser Zimmer war in hellen Farbtönen, mit einem kleinen TV sowie eigenen Badezimmer eingerichtet. Auf den Fließen lag pro Bett ein etwas älterer Teppich. Wir schoben die Betten zusammen und packten erst einmal aus. Leider stellten wir schnell fest, dass wir keinen Balkon haben. Ärgerlich, aber wir wollten ohne hin nur dort schlafen.

Anders als auf der hoteleigenen Website beschrieben, ist ein WIFI vorhanden und es muss nicht auf die Kabelverbindung in der Lobby zurückgegriffen werden. Das haben wir übrigens am dritten Tag herausbekommen. Entgegen einiger Beschreibungen im Internet muss ich sagen, dass das Hotel vollkommen ausreichend ist, um einige Nächte dort zu verbringen. Es bietet zwar keinen großen Komfort, aber es war sauber und die Handtücher wurden täglich & ohne Aufforderung gewechselt.

Im Hotel intigriert gibt es die Bar & Restaurant Sphinx. Neben diesem kurioser Weise auch nochmal eine Bar sowie Restaurant namens Albatros. Wer dort nun zu wem gehört – keine Ahnung. Um etwas flexibler zu sein, haben wir immer außerhalb (einmal im Restaurant Albatros) gegessen. Nach unserer stressigen Fahrt ging es für uns an den Strand. Übrigens: Wir erhielten freundlicherweise im Hotel eine Karte, die alle Sehenswürdigkeiten, den Hafen, Strand etc. zeigte…

Mein erster Strandtag in Swinemünde.

Mein erster Strandtag in Swinemünde.

Wie erholten uns durch einen kleinen Spaziergang und fuhren dann in das 10 Minuten entfernte Deutschland. Die Grenznähe hatte einige Vorteile, aber dazu später mehr. In Ahlbeck gönnten wir uns ein leckeres Essen mit Blick auf die Ostsee und genossen die lauwarme Brise des Windes. Anschließend spazierten wir die Promenade entlang und sahen einige wirklich gute Straßenmusiker und eine Künstlerin, die nur mit Sprühdosen & Leinwänden tolle Kunstwerke zauberte.

Der zweite Urlaubstag.

Mein Freund Enrico am Strand.

Mein Freund Enrico am Strand.

Nachdem wir die ganze Nacht von Discomusik beschallt wurden, wachten wir am nächsten Morgen ziemlich zeitig auf und schlenderten entlang von zahlreichen kleinen Läden und Essständen zum Strand. Nach dem Motto ab ins kühle Nass ging es in die warme Ostsee. Dort entdeckten wir neben großen und kleinen, aber ungefährlichen Quallen viele hübsche Muscheln. Ich habe so einige gesammelt und an meine Liebsten zuhause verschenkt.

Mittags aßen wir auf der polnischen Seite von Swinemünde und liefen zum Hafen für eine Schiffsfahrt. Wir entschieden uns für ein Holzschiff, dass uns an Fluch der Karibik erinnert hat. Wir konnten uns sogar noch zwei Plätze an Deck sichern und schipperten 2,5 Stunden für 10 € pro Person über die Ostsee.

Unser 'Piratenschiff' in Swinemünde.

Unser ‚Piratenschiff‘ in Swinemünde.

Der Ausblick auf der Ostsee.

Der Ausblick auf der Ostsee.

Ein weiteres Schiff auf der Ostsee.

Ein weiteres Schiff auf der Ostsee.

Eine kleine Windmühle am Strand.

Eine kleine Windmühle am Strand.

Anschließend schlenderten wir durch einige Einkaufspassagen und gingen abends gemütlich essen. Alles noch unter strahlend blauem Himmel und Sonnenschein, was sich leider am nächsten Tag änderte.

Der dritte Urlaubstag.

Rapunzel in Sandform. - Hinweis auf die Sandausstellung an der Grenze.

Rapunzel in Sandform. – Hinweis auf die Sandausstellung an der Grenze.

Am Vortag bewunderten wir auf der Promenade eine Sandburg die das Märchen Rapunzel darstellte. Sie ist die Werbung für eine Ausstellung direkt an der Grenze und wir wollten sie unbedingt sehen. Was sich auch anbot, denn an unserem dritten Tag hat es fast nur geregnet. Gut, dass der Grenzübergang in unmittelbarer Nähe mit zahlreichen Museen lag.

Die Sand – Ausstellung am Grenzübergang Ahlbeck zeigt für 7,50 € pro Person die Geschichte der Bibel in Form von Sand Skulpturen, Bildern und Formen. Es sind wirklich eindrucksvolle Impressionen, die sich für kulturbegeisterte Menschen auf jeden Fall lohnt. So zeigt die Ausstellung beispielsweise den Verrat an Jesus, Plagen wie die Froschplage oder die heiligen drei Könige. Wahnsinn, was aus Sand gezaubert werden kann!

Impressionen der Sand Ausstellung am Grenzübergang in Ahlbeck.

Impressionen der Sand Ausstellung am Grenzübergang in Ahlbeck.

Während es draußen etwas sonniger wurde, aber trotzdem regnete, entschieden wir uns zur Schmetterlingsfarm Trassenheide zu fahren. Als europasgrößte Schmetterlingsfarm kam sie mir etwas klein vor, aber die Falter sehen wunderschön aus. Zu finden sind dort auch zwei Papageien, Schildkröten, einige exotische Krabbeltiere und Chameleons. Der Eintritt für 2 Erwachsene liegt bei 28 € und berechtigt neben einem Besuch auf der Schmetterlingsfarm auch zum Eintritt in die Naturerlebniswelt Heringsdorf und das Bügeleisenmuseum in Zinnowitz.

Schmetterlingsfarm Trassenheide.

Schmetterlingsfarm Trassenheide.

In unmittelbarer Nähe liegt Peenemünde und zahlreiche, vor allem technisch versierte Museen. Dort tauchten wir in das größte Diesemotor U Boot ab, dass im kalten Krieg gebaut worden ist. Eigentlich nicht mein Fall, aber ich wollte meinem Freund einen Gefallen tun. Zusehen gab es für 11,50 € (2 Personen) jede Menge Motoren, Kontrollleuchten und eine original Rakete.

U-Boot Peenemünde.

U-Boot Peenemünde.

Im Anschluss besuchten wir noch das Museum in Heringsdorf. Es zeigt eine riesige Höhle die aus Amethysten besteht, große Bergkristalle und alle Horoskope mit ,Heilsteinen‘. Man kann es mal gesehen haben, aber noch einmal hinfahren würde ich auch nicht.

Bildausschnitt Amethysten Höhle in Heringsdorf.

Bildausschnitt Amethysten Höhle in Heringsdorf.

Nach den vielen verschiedenen Eindrücken fuhren wir zurück nach Swinemünde und gönnten uns Pizza. Abends ging es noch einmal an den Strand.

Der vierte Urlaubstag & letzte Urlaubstag.

Eisbombe in Swinemünde.

Eisbombe in Swinemünde.

Da unser dritter Urlaubstag wirklich langgezogen war, schliefen wir tatsächlich bis zum nächsten Mittag durch. Nach dem Aufstehen gönnten wir uns erst einmal ein Eis. Ich glaube es war das beste, was ich je gegessen habe. Frisch, fruchtig und einfach lecker. An diesem Tag beschlossen wir, einige Souvenirs zu kaufen und uns etwas zu erholen, einfach zu relaxen. Daraus wurde: Ein langer Strandtag mit abschließendem Essen in Deutschland und dem Kauf jeder Menge Kleinigkeiten für Familie und Freunde.

Es war auch unser letzter Urlaubstag, am nächsten Morgen ging es schon wieder nachhause – mit vielen Erinnerungen, Eindrücken und schönen Momenten …

Kommentare (9) Schreibe einen Kommentar

  1. Hallo liebe Lu,

    dein Bericht gefällt mir sehr gut! Für meine Familie und mich geht es immer an die Nordsee…

    Antworten

  2. Mein Mann und ich fahren jedes Jahr an die Ostsee. Eine schöne Ecke habt Ihr Euch da ausgesucht!!!

    Liebe Grüße, Gudrun

    Antworten

  3. Ein toller Bericht! Ich bin hin und weg von den Sandskulpturen.
    Auf dieser Seite der Ostsee war ich noch nicht. Aber die „ungefähre“ Ecke ist für nächstes Jahr als Kurzurblaub geplant. -> Rostock.

    Antworten

Schreibe einen Kommentar

Pflichtfelder sind mit * markiert.


Top