MEINE ERSTEN 14 SCHWANGERSCHAFTSWOCHEN

Ich bin schwanger.
Was passiert jetzt mit mir?
Was wird sich für mich verändern?
Was bedeuten die sogenannten 12 kritischen Schwangerschaftswochen?

Ich holte den Schwangerschaftstest in der DM Drogerie. Mein Freund war unterdessen auf der Suche nach Plastikbechern im Tedi und kam mir stolz mit einem Stapel entgegen. „Happy Birthday“ stand in bunten Schriftzügen auf den Bechern. Wir machten uns darüber lustig: „Wenn wir solche Becher haben, kann es nur gut werden (…)“. Zuhause angekommen machte ich also zum x-ten Mal einen Test. Es dauerte nur Sekunden, dass mir zwei dunkle, pinke Striche angezeigt wurden. Ich war überwältigt von meinen Gefühlen. 

Seit dem positiven Testergebnis rattert es täglich in meinem Kopf. Ich mache mir Gedanken zu den verschiedensten Themen und möchte in diesem Beitrag über die für mich 5 prägendsten Begriffe sprechen. Sie sind nur für die Optik derart angeordnet – es ist also kein persönliches Ranking.

UMZUG: Wir wohnen zurzeit in einer großzügigen 2-Raum Wohnung. Wir haben sie nach und nach eingerichtet. Wir fühlen uns wohl. Es wird schwer die Wohnung aufzugeben, auch wenn wir derzeit mit dem neuen Verwalter eher unzufrieden sind. In einigen Wochen werden wir umziehen. Eine 3-Raum Wohnung in unmittelbarer Nähe der Stadt soll es sein. Nun brauchen wir eine neue Küche, neue Badmöbel, einen neuen Kleiderschrank und natürlich ein komplettes Kinderzimmer. Viel Arbeit wird auf uns zukommen. Dennoch freue ich mich darauf, unser neues Zuhause einzurichten. So einzurichten, wie wir es hier getan haben. Schritt für Schritt, von Zeit zu Zeit.

RHESUS FAKTOR: In der Schule habe ich zum letzten Mal vom sogenannten Rhesus Faktor gehört. In meinem Mutterpass ist ein negativer Rhesus Faktor eingetragen. Mir fehlen also wie rund 15% der Deutschen, Proteine auf der Oberfläche meiner roten Blutkörperchen. Hätte mein Baby einen positiven Rhesus Faktor und unser Blut kommt in Kontakt, bilden sich Antikörper. Diese könnten bei nachfolgenden Kindern die Blutzellen angreifen, was lebensgefährlich ist. Glücklicherweise gibt es die Möglichkeit, dass Anti-D-Immunglobulin verabreicht wird. Es zerstört meinen Recherchen nach die RH-positiven Blutkörperchen, bevor im Körper Antikörper gebildet werden. Außerdem haben wir im Bundeswehr Impfpass meines Freundes herausgefunden, dass auch er RH-negativ ist. Es ist davon auszugehen, dass auch unser Baby RH-negativ sein wird. ACHTUNG: Die Schilderungen entsprechen meinen eigenen Recherchen. Informiert Euch bei Fragen rund um die Schwangerschaft immer bei Euren behandelnden Ärzten.

FEHLGEBURTSRISIKO: Ein trauriger Begriff, ein noch traurigeres Thema – das Fehlgeburtsrisiko. Ich habe unterschiedlichste, prozentuale Angaben zu Fehlgeburten im Netz gefunden. Zumeist einstimmige Angaben gibt es dazu, dass die ersten 12 Schwangerschaftswochen besonders kritisch sind. In dieser Zeit ist das Risiko eine Fehlgeburt zu erleiden, wohl besonders hoch. Mich plagt der Gedanke andauernd. Ich bin froh über jede Woche, in der unser Liebling gesund in seiner Fruchtblase hüpft. Ich denke leider, dass mich die negativen Gedanken über die gesamte Schwangerschaft begleiten werden. Aber ich bin stetig bemüht, mich gut abzulenken. Zum Beispiel indem ich mir unsere Ultraschallbilder ansehe, mir etwas leckeres koche, mit meinem Freund über unsere Zukunftspläne spreche … und und und.

BESCHÄFTIGUNGSVERBOT: Ich liebe meine Arbeit als Sozialpädagogin. Ich habe unterschiedlichste Aufgaben, die mich fordern und fördern. Aufgaben, die mich unheimlich viel vom Leben lernen lassen. Umso schwerer ist es mir gefallen, mein Beschäftigungsverbot zu akzeptieren. Ich hätte gern bis zur Mutterschutzfrist gearbeitet. Schlussendlich steht aber der Schutz unseres Babies an oberster Stelle. Und wenn wir ehrlich sind – ich habe viel Zeit, um mich auf unser gemeinsames Kind vorzubereiten. Zu mindestens in den Punkten, in denen eine Vorbereitung möglich ist (…). Wenn Ihr Fragen zum Beschäftigungsverbot habt, könnt Ihr Euch umfassend im Mutterschutzgesetz informieren. Dort sind die Pflichten und Rechte von Mutter und Arbeitgeber verankert, etwa wie die Information des Arbeitgebers über die Schwangerschaft und auch die Lohnfortzahlung bei Aussprache eines Beschäftigungsverbots.

SCHWANGERSCHAFTSBESCHWERDEN: Ich habe das Gefühl in der Schwangerschaft meinen Körper noch besser kennen zu lernen. Auch wenn sich genau das nicht immer besonders schön anfühlt. Im Gegenteil – Müdigkeit, Übelkeit, häufiges Wasserlassen, Bauch – und Unterleibsschmerzen fühlen sich einfach scheiße an. Doch so kann eine Schwangerschaft eben sein – nicht beschwerdefrei. Für unseren kleinen Liebling nehme ich aber alle Beschwerden gern in Kauf. Zurzeit nehme ich übrigens Folio Forte (Folsäure, von Beginn an – jetzt ein Präparat ab der 13.SSW), Magnesiocard 2,5 (Magnesium) und mit Nausema habe ich es gegen die Übelkeit versucht. Nausema hat mir leider gar nicht geholfen und inzwischen verzichte ich darauf.

Meine ersten 14 Schwangerschaftswochen waren von vielen verschiedenen Themen geprägt. Themen, die mich sicherlich auch in den kommenden Wochen begleiten werden. Wenn es Themen gibt die Euch besonders interessieren, hinterlasst mir gern eine Anregung im Kommentarfeld. Der nächste Beitrag dreht sich übrigens um Key Facts zu unserem Baby – also verrate ich auch das Geschlecht!

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